
Wir alle wissen, dass es schwierig sein kann, auf Instagram erfolgreich zu sein, genauso wie als klassischer Musiker – doch wenn beides zusammenkommt, scheint es völlig unerreichbar. Schauen wir uns einige der am besten vermarkteten Musiker auf Instagram an und sehen wir, was wir von ihren Profilen lernen können:
Follower: 120.000
Ästhetik: Aquamarin und Mandarine
Projekte: Faking Notes Podcast, Jam-Sessions mit dem Vitamin String Quartet, Kooperationen mit Marriott Hotels
Einer der Gründe, warum ich Drew so gerne folge, ist, dass seine Bildunterschriften trotz seines professionellen Auftretens (man beachte die personalisierten Icons für seine Story-Highlights sowie die vorherrschenden Mandarinen- und Aquamarintöne in seinem Foto-Feed) authentisch und von echten Gefühlen zeugen. In einem kürzlich erschienenen Beitrag beschrieb er Schubert als„verschlafen.“Ich kriegte diesen Satz nicht mehr aus dem Kopf, und das liegt wahrscheinlich daran, dass ich Schubert vernachlässigt habe.
Wer Drew schon länger verfolgt, kennt seine Höhen und Tiefen bei den Vorspielen für große Orchester. Nachdem er vom Resident Fellows-Programm der LA Phil abgelehnt wurde, postete er einen Screenshot der Absage auf Instagram. Er macht aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis. Er genießt sie sichtlich. Und genau das macht ihn für uns so sympathisch.
Wichtigste Erkenntnisse aus „That Viola Kid“:
Follower: 61,5k
Ästhetik: Klare, helle Aufnahmen von New York City
Projekte: Online-Geigenunterricht, Vlogging, Reisen, Musikfestivals
Ich folge Sumina seit etwa einem Jahr. Sie studiert derzeit Violine an der Juilliard School und teilt in ihren Instagram-Stories oft Geschichten darüber, wie sie einen Übungsraum ergattert oder mit anderen Musikstudenten unterwegs ist. Sie ist auch schon auf dem Account von … aufgetaucht.@raychenviolinund er auf ihrer. (Da bleiben definitiv noch einige Fragen offen...)
Einer der Gründe, warum ich Sumina so gerne folge, ist, dass ihre Beiträge trotz des Großstadttrubels – denn das Leben in New York kann ja wohl kaum sauber und ordentlich sein – immer positiv, fröhlich und ganz im Zeichen der Musik stehen. Ihr Feed wirkt, als hätte Marie Kondo ihr persönlich eine Lektion in Sachen „Freude entfachen“ erteilt. Sie teilt Videos von der Orchesterprobe an der Juilliard School, Fotos von getrockneten Blumen neben ihrer Geige, kurze Clips ihrer Spieltechnik und Bilder von sich vor einer karierten Wand. Ihre Beiträge sind wie ein Hauch frischer Luft, besonders im Vergleich zu den eher negativen oder kritischen Beiträgen in anderen Feeds.
Wichtigste Erkenntnisse von Sumina Studer:
Verfasst von Melia Wong
Kontaktieren Sie sie untermelia@musictraveler.com