
„Ein Streichquartett, das sich mühelos in eine Jazzband verwandeln kann“, schrieb die New York Times nach einem Auftritt des Quatuor Ebène im Jahr 2009. Das Ensemble eröffnete mit Werken von Debussy und Haydn und improvisierte anschließend über ein Filmmusikthema – mit genau demselben Enthusiasmus und derselben Leidenschaft.
Was 1999 als Zeitvertreib in den Übungsräumen der Universität für die vier jungen französischen Musiker begann, ist zu einem Markenzeichen des Quatuor Ebène geworden und hat die Musikszene nachhaltig geprägt. Die vier hauchen der Kammermusik neues Leben ein durch ihre stets direkte und unvoreingenommene Herangehensweise an die Werke. Ungeachtet des Genres begegnen sie der Musik mit Demut und Respekt. Sie wechseln die Stile mit Begeisterung und bleiben dabei sich selbst treu: mit all der Leidenschaft, die sie für jedes Stück empfinden und die sie direkt und authentisch auf die Bühne und zu ihrem Publikum bringen.
Ihr Stil lässt sich nicht mit einem einzigen Wort beschreiben: Sie haben ihn ganz selbst geschaffen. Ihr traditionelles Repertoire leidet nicht unter der Auseinandersetzung mit anderen Genres; im Gegenteil, die freie Verbindung mit verschiedenen Stilen verleiht ihrer Musik eine produktive Lebendigkeit. Von Anfang an wurde die Komplexität ihres Schaffens von Publikum und Kritikern begeistert aufgenommen.
Nach Studien beim Quatuor Ysaÿe in Paris sowie bei Gábor Takács, Eberhard Feltz und György Kurtág errang das Quartett 2004 einen beispiellosen Sieg beim ARD-Musikwettbewerb. Dies markierte den Beginn ihres Aufstiegs, der in zahlreichen Preisen und Auszeichnungen gipfelte. Die Konzerte des Quatuor Ebène zeichnen sich durch besondere Lebendigkeit aus. Mit ihrem charismatischen Spiel, ihrer frischen Auseinandersetzung mit der Tradition und ihrer Offenheit für neue Formen erreichen die Musiker ein breites, junges Publikum; ihr Wissen geben sie regelmäßig in Meisterkursen am Conservatoire Supérieur Paris weiter.
Das Quartett gehörte 2007 zu den Preisträgern des Borletti-Buitoni-Trusts und wurde von 2007 bis 2017 vom BBT gefördert. 2005 gewann das Ensemble den Belmont-Preis der Forberg-Schneider-Stiftung. Seitdem arbeitet die Stiftung eng mit den Musikern zusammen, die seit 2009 auf Instrumenten spielen, die gemeinsam mit Gabriele Forberg-Schneider ausgewählt und von ihr leihweise zur Verfügung gestellt werden.