
Bildnachweis: Musacchio & Ianniello / Accademia Nazionale di Santa Cecilia
Mit ihrer unvergleichlichen dramatischen Sensibilität verkörpert die Sopranistin und Dirigentin Barbara Hannigan Musik und zählt zu den führenden Künstlerinnen ihrer Zeit. Zu ihren künstlerischen Kollegen gehören Simon Rattle, Sasha Waltz, Kent Nagano, Vladimir Jurowski, John Zorn, Andreas Kriegenburg, Andris Nelsons, Esa Pekka Salonen, Christoph Marthaler, Antonio Pappano, Katie Mitchell, Kirill Petrenko und Krszysztof Warlikowski.
Als Sänger und Dirigent hat der kanadische Musiker ein tiefes Engagement für die Musik unserer Zeit bewiesen und über 85 neue Werke uraufgeführt. Hannigan hat intensiv mit Komponisten wie Boulez, Zorn, Dutilleux, Ligeti, Stockhausen, Sciarrino, Barry, Dusapin, Dean, Benjamin und Abrahamsen zusammengearbeitet.
In der vergangenen Saison trat sie ihr Amt als Erste Gastdirigentin des Göteborger Symphonieorchesters an. Sie dirigierte und sang außerdem beim London Symphony Orchestra, Toronto Symphony Orchestra, Schwedischen Radio-Symphonieorchester und den Münchner Philharmonikern und war Artist in Residence beim Orchestre Philharmonique de Radio France. Hannigan uraufführte zudem die Rolle der Gerda in der Produktion von Hans Abrahamsens „Die Schneekönigin“ an der Bayerischen Staatsoper.
In der Saison 2020/21 setzt Hannigan ihre Zusammenarbeit mit dem Göteborger Symphonieorchester und dem Orchestre Philharmonique de Radio France fort. Sie dirigiert außerdem das Bamberger Symphonieorchester, die Münchner Philharmoniker, die Los Angeles Philharmonic, LUDWIG und das Dänische Nationale Symphonieorchester und geht mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Sir Simon Rattle auf Tournee. An die Bayerische Staatsoper kehrt sie zurück, um ihre Rolle der Gerda in „Die Schneekönigin“ wieder aufzunehmen, singt und dirigiert Poulencs „La Voix Humaine“ und gibt die Weltpremiere von Gerald Barrys neuer Oper „Salome“.
Hannigans Album „Crazy Girl Crazy“ (2017), auf dem sie sowohl als Sängerin als auch als Dirigentin zu hören ist, wurde 2018 mit dem Grammy Award für das beste klassische Solo-Vokalalbum ausgezeichnet. Zu ihren weiteren neueren Alben zählen „Vienna: fin de siècle“ und Saties „Socrate“, beide mit dem Pianisten Reinbert de Leeuw. Im Frühjahr 2020 veröffentlichte sie bei Alpha Classics ihr neuestes Album „La Passione“ mit Werken von Nono, Haydn und Grisey.
Im Jahr 2020 rief Barbara Hannigan „Momentum: Our Future, Now“ ins Leben, eine bedeutende internationale Initiative, in der führende Künstler jüngere Kollegen unterstützen. Sie setzt außerdem ihre vielbeachtete Arbeit mit der Mentoring-Initiative „Equilibrium Young Artists“ fort, die sie 2017 ins Leben rief. Im Mai 2021 wird Hannigan mit dem renommierten Léonie-Sonning-Musikpreis ausgezeichnet.