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Antoine Tamestit

Antoine Tamestit

Der französische Bratschist Antoine Tamestit begann sein Musikstudium in Paris und setzte es anschließend bei Jesse Levine an der Yale University sowie bei Tabea Zimmermann fort. Er erhielt mehrere begehrte Preise, die seine Karriere beflügelten und ihm Bekanntheit in den USA und Europa verschafften – darunter den William Primrose Wettbewerb, den ersten Preis bei den Young Concert Artists (YCA) International Auditions, das New Generation Artists Scheme von BBC Radio 3, den Borletti-Buitoni Trust Award und den Credit Suisse Young Artist Award im Jahr 2009.

Antoine Tamestit hat als Bratschist das Seltene erreicht, sowohl auf höchstem Niveau mit Orchestern zu spielen als auch als Kammermusiker und Solist gefragt zu sein. Sein Repertoire reicht vom Barock bis zur Gegenwart, und er hat zahlreiche Uraufführungen aufgeführt und eingespielt. Er spielte George Benjamins „Viola, Viola“ mit Tabea Zimmermann beim Feldkirch Festival, bevor er es 2003 für Nimbus Records einspielte. Außerdem brachte er das Konzert für zwei Bratschen von Bruno Mantovani, das für Tabea Zimmermann und ihn selbst komponiert wurde, mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France und dem WDR Sinfonieorchester Köln zur Uraufführung. 2009 schrieb die österreichische Komponistin Olga Neuwirth ein Konzert für Tamestit, das er in Wien, Berlin und Tokio uraufführte.

Kammermusik ist ein wichtiger Bestandteil von Antoine Tamestits Schaffen und Leben. Er trat 2012 beim Verbier Festival mit Leonidas Kavakos, Gautier Capucon und anderen im Kammermusikensemble auf und spielte bei den Salzburger und Edinburgher Festspielen im Streichtrio mit Frank Peter Zimmermann und Christian Poltera. Er ist ein regelmäßiger Gast in bedeutenden Konzerthäusern weltweit, sowohl im Amsterdamer Concertgebouw als auch im Wiener Musikverein, in der Carnegie Hall, der Wigmore Hall in London, im Megaron in Athen, im Palais des Beaux-Arts in Brüssel, im Konserthus in Stockholm und in der Cité de la Musique de Paris. Im November 2006 konzertierte er im Lincoln Center in New York – das erste Mal, dass das Center ein Bratschenkonzert veranstaltete.

Antoine Tamestit verfügt über eine beachtliche Diskografie und ist Professor an der Hochschule für Musik und Theater Köln. Er spielt auf einer Bratsche von Stradivari aus dem Jahr 1672, die ihm von der Habisreutinger-Stiftung zur Verfügung gestellt wird.